Weniger ist mehr” – unter diesem verheißungsvollen Motto läuft zurzeit in vielen Gesellschaften Europas eine erneute Diskussion über die „Grenzen des Wachstums”. Auch wenn die Politik nach wie vor auf wirtschaftliches Wachstum als Allheilmittel zur Krisenbewältigung setzt, ist diese Ideologie offenbar brüchig geworden. Wachstum ist längst kein Indikator mehr für Wohlstand. Und die versprochene „Entkopplung” der wirtschaftlichen Entwicklung vom Ressourcenverbrauch, die als „grünes Wachstum” verkauft wird, findet de facto nirgends statt. Die Klimaverhandlungen in Paris haben erneut das Bewusstsein geschärft für den fatalen Weg, auf dem sich unsere fossil angefeuerten Gesellschaften befinden. Wachstum ist auch in der Landwirtschaft längst kein Indikator mehr für Wohlstand. Immer geht es um die Frage, wie dem blinden „Weiter so!” der Agrarindustrie etwas Sinnvolleres entgegenzusetzen ist: eine bäuerliche Landwirtschaft, die ihrer Verantwortung der Gesellschaft gegenüber gerecht wird, aber auch gegenüber den Tieren und der Natur, mit und von der wir alle leben.
Herausgegeben vom Agrarbündnis e.V.
ABL Verlag, 2016 / 317 Seiten





